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Verbandsschweißprüfung am 12.08.12 um Bevern

 

Eines vorweg: Ich liebe meinen Aramis! Wirklich! Aber manchmal, ich schwöre, manchmal könnte ich ihm den Hals umdrehen. Doch der Reihe nach:

Nachdem ich mit Aramis immer wieder in Abständen Übungsschweißfährten gearbeitet hatte, hieß es irgendwann "Butter bei die Fische" und der Kerl wurde zur Verbandsschweißprüfung angemeldet.

Am 11.08.12 packte ich ein paar Klamotten zusammen, Aramis ins Auto und machte mich auf die lange Fahrt nach Bevern. Dort wurde ich schon von Renate, einer lieben Bekannten, erwartet, die mir und Herrn Hund in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft ein wunderschönes Schlafquartier organisiert hatte. Wir verbrachten einen sehr netten Abend bei leckerem Essen und Trinken miteinander. Dann hieß es: Ab in die Koje, denn am nächsten Morgen mussten wir sehr früh aufstehen, um pünktlich um 8 Uhr im Suchenlokal zu sein. Der edle Herr Aramis verhielt sich im Quartier mustergültig (sieht man einmal von seiner Mordlust ab, als ich ihn aus dem Auto herauslassen wollte und dummerweise eine Katze seinen Weg kreuzte).

 

Abendspaziergang

      

 

      

 

 

12.08.12: DER Tag der Entscheidung! Boah, was war ich angespannt (Fehler, großer Fehler, sowas überträgt sich auf den Hund). Fahrt zum Suchenlokal - Richter und Führer alle schon da - Kaffee getrunken (die anderen, ich nicht - es gibt nichts Peinlicheres, als wenn man unterwegs auf der Schweißfährte mal für kleine Mädchen muss). Dann wurde die Reihenfolge ausgelost. Wir - der edle Herr Aramis und ich - waren Gespann Nummer 2. Schließlich brach der Convoi auf Richtung Prüfungsgelände. Es folgte dort eine Ansprache der Richter und schon war das erste Gespann unterwegs. Ich vertrieb mir die Wartezeit damit, meinem heißsporigen Jungspund zu erklären, dass er sich doch bitte in Geduld üben möge (wir kommen schon noch früh genug dran). Und nein, wir wollen jetzt nicht hier in den Wald um zu stöbern und überhaupt....Aramis zeigte sich gänzlich unbeeindruckt von meinen Bemühungen *grrrr*

 

 

Und dann war es so weit: "Gespann Nummer 2 bitte" hieß es. Ach herrjeh, das sind ja wir....Ich habe mir meinen edlen Herrn Aramis geschnappt, das Nachsuchengeschirr samt Schweißriemen unter den Arm geklemmt und bin mehr stolpernd als cool schreitend weil mein Herr Hund es sehr eilig hatte, mit den Richtern zum Anschuss gegangen. Nun hieß es Aramis ablegen und fertig machen. Ich hatte ihm kaum das Geschirr um- und Halsung samt Leine abgelegt, da startete mein Herr Hund auch schon durch. Jaaaaa, endlich arbeiten! Ganz und gar nicht langsam, nein, es wurde gleich der Turbo eingeschaltet. Misttöle, verdammte! Beim Üben hat er immer so schön langsam und konzentriert gearbeitet...warum nicht jetzt? Gut, dass es teilweise sehr steil bergauf ging, so konnte ich ihn dann doch etwas ausbremsen, indem ich mich den Berg hinaufziehen ließ.

Das Gelände war sehr anspruchsvoll und ich hatte den Eindruck, dass sich alles Wild des Umlandes in der Nacht verabredet hatte, um die Fährte immer wieder zu queren. Einer Verleitung folgte die nächste. Ich bekam Schweißausbrüche....aber da - Schweiß! Hurra! Wir sind richtig! Die beiden Wundbetten wurden von Aramis sehr schön verwiesen (da war ich dann doch wieder stolz auf meinen Hund).

Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen wir dann ans Stück - Aramis noch recht frisch und fröhlich, ich schweißgebadet und fix und fertig! Die Richter besprachen dann gleich die Arbeit mit mir: Wir hatten im 2. Preis bestanden. Ich war etwas irritiert: Kein Abruf, ans Stück gekommen...und dann ein 2. Preis? Ja, und jetzt kommt, warum ich meinem Hund ab und zu auch mal den Hals umdrehen könnte: Er hat sich mit seinem übergroßen Arbeitseifer mal wieder selbst im Weg gestanden, war einfach zu schnell unterwegs und ließ sich auch von mir nicht ausbremsen. Der Riemen hat permanent unter Zug gestanden und das ganze sah eben nicht nach einer ruhigen Schweißarbeit aus. Ok, ok, ich gebs zu: Ich war leider auch nicht so cool, wie ich hätte sein müssen..... 

 

 

Ich wars zufrieden und freute mich einfach nur noch, dass wir bestanden hatten! Und im nächsten Jahr - wenn der edle Herr Aramis (hoffentlich) etwas "abgeklärter" geworden ist - werden wir zur 40-Stunden-VSwP antreten (bis dahin habe ich auch an meiner inneren Ruhe gearbeitet - ganz sicher)! 

 

 Die erfolgreichen Gespanne mit den Richtern

 

 

 

 

©Deutsch-Kurzhaar von der Spessartquelle